Mit CBD zum körperlichen Wohlbefinden?

07.10.2019 20:36

Von der Eroberung des Drogeriemarktes durch die Hanfpflanze.

Der Einsatz alternativer Mittel und Naturpräparate zur Förderung von Gesundheit und Wellbeing floriert derzeit so stark wie noch nie - und das in allen Altersklassen der Gesellschaft. Vom asiatischen Hefepilzgetränk bis zum indigenen Kräftetee wurde bereits alles reaktiviert, was in der jeweiligen Region schon seit Urzeiten zum Wohlbefinden beigetragen hat. Und so findet sich mittlerweile auch in jeder Hausapotheke neben der üblichen Schulmedizin mindestens ein pflanzliches Präparat, welches gegen jeweilige Leiden eingesetzt wird. Aktuell kursiert ein regelrechter Hype um ein bereits altbekanntes Mittel aus der menschlichen Gesundheitslehre, welches zwar in den letzten Jahren in Verruf geraten ist, doch sehr vielversprechend scheint: Die Hanfpflanze.

Wenn Papa wieder den "Marihuanabaam" zu Hause hat

Eine Identifikation von Cannabis mit geblümten VW Bussen und kiffenden Hippies, die den freien Geist leben, ist längst Schnee von gestern. Auch die Hanfpflanze ist mittlerweile erwachsen geworden und erarbeitet sich ihren guten Ruf in sämtlichen Feldern der Wissenschaft zurück. In der Agrarwirtschaft macht es die Pflanze den Bauern leicht. Sie benötigt sozusagen keine Pestizide und ist von Natur aus mit Abwehrstoffen gegen Schädlinge ausgestattet. Ein weiteres Plus: Sie wächst sehr schnell und benötigt ausgesprochen wenig Pflege. Auch biologisch wurde der Cannabis-Rohstoff modifiziert: Die Pflanzen werden nun so gezüchtet, dass die psychoaktive Wirkung der Hanfpflanzen nicht mehr vorhanden ist. Dieser neue Nutzhanf hat höchstens einen Gehalt von 0,2% an dem psychotischen Wirkstoff THC. Das entspricht den EU-weiten Regularien und somit fallen diese Hanferzeugnisse nicht länger in eine illegale Sparte. Die Einnahme vom CBD Öl erfolgt ganz ohne Rausch und die positiven Effekte der Pflanze kommen besser zum Tragen. Diese Hanfpflanzen können legal in Europa angebaut werden und weisen einen besonders hohen Gehalt an Phytocannabinoiden auf, das ist genau jener Wirkstoff, dem vor allem positive körperlichen Effekte zugesprochen werden. Aus den Blüten der weiblichen Pflanze wird anschließend das Cannabinoid extrahiert und in verschiedensten Produkten weiterverarbeitet. Der CBD-Wirkstoff kann als CBD Öl oder Tropfen eingenommen sowie die Blüten vaporisiert und eingeatmet werden. Um den etwas bitteren Nachgeschmack für den Verzehr zu neutralisieren, wird auch hier eine eigene Genusskultur ausgebaut. Die Blüten können unter unterschiedlichen Sortennamen, von Amnesia bis Tropical Haze, mit verschiedenen Aromen und Geschmäckern erworben werden. Im Körper sollen die Cannabinoide dann nach der Einnahme des CBD Öls wie Botenstoffe des Gehirns wirken und gegebenenfalls veranlassen, dass der Körper sich selbst repariert. Es wird angenommen, dass durch sie der Körper sozusagen den Auftrag bekommt, seinen Zellen eine Generalsanierung zu verpassen und somit plagende Entzündungen langsam abheilen können.

Volkskrankheit Krebs: eine neue Chance mit CBD?

Liest man die unzähligen Erfahrungsberichte über CBD Öl im Internet (die Apothekeninfo des 21. Jahrhunderts!) hört man bei einem Großteil der User heraus, dass sie diesem insbesondere eine angstlösende, appetitanregende und entzündungshemmende Wirkung zuschreiben. Vereinzelt gibt es sogar Fälle, in denen die traditionelle Schulmedizin ratlos war, wie beispielsweise bei chronischen Muskelkrämpfen - womöglich jedoch durch den Einsatz von CBD im weiteren Verlauf eine Verbesserung erzielt werden konnte. Inzwischen hat man auch in einigen Bereich der Medizin das Potenzial von CBD Öl als Essenz aus der Hanfpflanze für eine mögliche Linderung oder gar Heilung verschiedener Erkrankungen entdeckt. In Österreich können manche Schmerzpatienten sogar THC-haltiges Cannabis legal mit Rezept aus der Apotheke erhalten - in Anbetracht dieses Falles hat die Pharmaindustrie ihr eindeutiges Statement zur körperlichen Wirksamkeit von CBD ja schon abgegeben. Auch am Klinikum in Klagenfurt wird der Cannabis Wirkstoff derzeit zur Behandlung von Krebskrankheiten an Patienten getestet. Mit vielversprechenden Ergebnissen: Man hat festgestellt, dass die Substanz das Wachstum von Gehirntumoren möglicherweise eindämmen kann. Auch bei der häufigsten und aggressivsten Art von Gehirntumoren, deuten einige Daten aus aktuellen Studien darauf hin, dass Patienten unter Einnahme von Cannabinoiden eine höhere Überlebensrate hatten. Einige Mediziner haben große Pläne mit der Pflanze. So könnte die Hanfpflanze nun erstmals eine einzigartige Chance für die zukünftige Behandlung von Gliomen, Hirntumoren, bieten. In der medizinischen Welt könnte sich die Rolle von CBD-Wirkstoffen auf dem Gebiet der Onkologie in Zukunft vermutlich verstärken. Doch dabei hat die Wissenschaft noch einen weiten Weg vor sich. Jedoch könnten die Erkenntnisse aus aktuellen und angekündigten Studien auf diesem Gebiet möglicherweise eine heilende Wirkung von Cannabis auf verschiedene Arten von Krebserkrankungen weiter untermauern.

Gute Aussichten für CBD Öl

Die Hanfpflanze hat also gute Karten um wieder regelmäßig in verschiedenen Lebensbereichen der Gesellschaft zum Einsatz zu kommen. Momentan sind CBD Produkte frei erhältlich: Um CBD Öle zu testen oder selbsttherapeutisch zu verwenden, muss man sich nicht erst durch sämtliche Sprechzimmer arbeiten - aktuell kann man bequem seine CBD Öle im Internet bestellen oder im Drogeriemarkt erwerben. Trotz dessen sollte man sich bei der Anwendung von CBD Öl stets an den Beipackzettel halten. Ansonsten spricht wenig dagegen, die Cannabinoide eigenverantwortlich zu testen, da die Substanz Studien zufolge nur sehr wenige mögliche Nebeneffekte mit sich bringt. Ausprobieren schadet also nichts - als Verbraucher kann in kontrollierter Eigenmedikation das CBD Öl anwenden und herausfinden, ob durch den Einsatz von CBD auch bei einem selbst die gewünschten Effekte erzielt werden können. Und dafür muss man heutzutage nicht mehr die Rastamatte pflegen und einen neuen Lebensstil annehmen - vielmehr dem Trend entsprechend gesund leben und seinen Körper in andauernder gesundheitlicher Balance halten.

Quelle: oe24
CBD

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